Ausstellung außer Haus
Vernissage
Foto eines Gesteinsstücks
© Talya Lubinsky

Feldspat Quarz Glimmer

14.07.2022, 18:30

Talya Lubinsky

Talya Lubinskys Einzelausstellung ist eine Reaktion auf die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Flossenbürg, die sich neben einem Granitsteinbruch befindet, einem Ort der Zwangsarbeit und Gewalt.

Einst floss der Granit als Lava unter der Erde und kristallisierte im Laufe der Jahrmillionen zu dem, was heute als verfestigte Materie zu sehen ist. Durch ästhetische Experimente mit dem Erhitzen der Granitsteine bis zu dem Punkt, an dem sie flüssig werden, wird der Lebenszyklus des Steins offenbart. Das feste Material Stein, das üblicherweise im Dienste der Trauer und des Gedenkens eingesetzt wird, wird in eine flüssige Substanz umgewandelt, die auf imaginäre Weise mit dem latenten Potenzial von Lava in den Tiefen der Erde durchdrungen werden kann. In einer poetischen Ausstellung thematisiert Talya Lubinsky Praktiken des Gedenkens. Neben den Objekten, die aus dem Granit selbst stammen, interagiert eine 14 m lange Glasscheibe mit einem Wandgemälde aus dem nationalsozialistischen Deutschland, das von Praktiken der Auslöschung zeugt. 

Feldspat, Quarz und Glimmer bietet ein neues Vokabular, um über Erinnerung in Aktion zu sprechen.

Das Iwalewahaus bedankt sich für die Zusammenarbeit mit den Kollegen der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, insbesondere mit Julius Scharnetzky und Prof. Jörg Skriebeleit.

Ort
KZ Gedenkstätte Flossenbürg
Gedächtnisallee 5
92696 Flossenbürg
Preis
Eintritt frei
Sprache
Deutsch, Englisch
Kooperation
Anmeldung

Keine Anmeldung erforderlich

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